Gibt es einen Schwarzmarkt für Termine bei der Kfz-Zulassungsstelle? Mit Antwort.

Sehr geehrte Frau Dammann

Die Situation bei der Kfz-Zulassungsstelle ist mit Wartezeiten von bis zu vier Wochen eines entwickelten Landes unwürdig.

Was mir aber besonders Sorgen macht ist, dass es immer wieder in den sozialen Medien Posts gibt wo jemand seinen Termin bei der Zulassungsstelle angeblich nicht wahrnehmen kann und ihn sozusagen anbietet. Ob dann dafür Geld bezahlt wird, kann ich natürlich nicht nachprüfen.

Können Sie sicherstellen, dass sich da kein Schwarzmarkt entwickelt hat für Termine bei der Zulassungsstelle?

Wird sichergestellt, dass Termine nur von demjenigen wahrgenommen werden können, der sie angemeldet hat?

Wird dies geprüft?

Vielen Dank für eine zeitnahe Antwort.

Antwort

Über die Homepage des Landratsamts buchen unsere Kunden und Kundinnen selbstständig ihre Termine. Nach Abschluss dieser Buchung erhält die Person eine Bestätigungsmail mit Terminnummer. Einlass in die betreffendene Zulassungsstelle erfolgt ausschließlich über diese Nummer. Es gibt übrigens auch Vertretungssituationen entweder bei der Terminbuchung oder beim Schaltertermin (Vollmacht). Die Kundschaft wird stets bedient, damit keine Leerzeiten entstehen.

Für einen „Handel“ liegen uns keine Anzeichen vor; ein solcher könnte wohl aber auch nicht gänzlich verhindert werden. Den Grad möglicher krimineller Energie können wir nicht einschätzen.

Ich gebe aber aber zugleich zu bedenken, dass unser aktueller Fokus darin besteht, kundenfreundlich so viele Vorgänge wie möglich abzuwickeln und längeren Wartezeiten entgegen zu wirken.

2 Antworten auf „Gibt es einen Schwarzmarkt für Termine bei der Kfz-Zulassungsstelle? Mit Antwort.“

  1. Die Antwort des Landratsamt ist für mich absolut schlüssig und nachvollziehbar. Wieviele Termine werden in den Sozialmedia in welchem Zeitraum angeboten?
    Es wäre dann interessant diese Zahlen statistisch auszuwerten, damit eine benennbare Größe entsteht.
    Ich persönlich kann mich in den letzten 8 Wochen an ein Angebot erinnern. In den letzten 4 Wochen an gar keines.

    1. Hallo Herr Müller, inzwischen ist es ja auch wesentlich einfacher. Es schalten ja immer mehr Menschen „Suchanzeigen“ nach einem freien Termin. Dann müssen die, die sich einige Termine „auf Vorrat“ geholt haben, nur noch darauf reagieren. Außerdem werden diejenigen, die solche Termine „vergeben“, ihre „Anzeige“ umgehend nach der Vergabe löschen.
      Ich kann das Ausmaß übrigens auch nicht einschätzen. Ebensowenig wie den Missbrauch dadurch, dass einfach Termine reserviert werden und dann nicht genutzt. Das ist auchnicht meine Aufgabe, sondern die der Verwaltung.

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